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Der grösste Staat im nahen Osten

Der Iran (Persien, persisch ايران‎ /iːˈrɔːn/, dt. „Land der Arier“) ist ein Staat in Vorderasien (Westasien). Mit rund 70 Millionen Einwohnern und einer Fläche von ca. 1,6 Mio. km² zählt er zu den 20 bevölkerungsreichsten und größten Staaten der Welt.

Woher kommt der Name "Iran"
Seit frühester Zeit wurde das Land von seiner Bevölkerung als Iran (eine Abkürzung des mittelpersischen Eran Schahr) bezeichnet. Die altiranische Form dieses Namens, Aryānām Xšaθra, bedeutet „Land der Arier“
Die im Abendland bis ins 20. Jahrhundert gebräuchliche Bezeichnung Persien geht auf die Zeit der Achämeniden zurück, die im 6. Jahrhundert v. Chr. ein erstes persisches Großreich schufen. Dessen Kerngebiet war die von den Griechen so genannte Landschaft Persis, die heutige Provinz Fars um Schiraz. Von ihr leitet sich auch der Name فارسی (Faarsi) („Perser“) für die persische Sprache und für die ethnischen Perser ab.
Der geographische Begriff Iran bezieht sich auf das gesamte iranische Hochland, über den Staat Iran hinaus also auch auf Regionen von Nachbarländern.
Es ist noch immer umstritten, ob er in der deutschen Sprache mit oder ohne bestimmten Artikel verwendet werden soll. Der Duden deutscht den Landesnamen ein und schreibt im Gegensatz zu einigen fachspezifischen Publikationen und dem Auswärtigen Amt „der Iran“.

Geographie
Der Iran grenzt an sieben Staaten: im Westen und Nordwesten an den Irak (Grenzlinie 1.609 km), die Türkei (486 km), Aserbaidschan (767 km) und Armenien (40 km); im Osten und Südosten an Turkmenistan (1.206 km), Afghanistan (945 km) und Pakistan (978 km).
Der nördlichste Punkt des Iran liegt auf 39° 47' nördlicher Breite und befindet sich in etwa auf dem gleichen Breitengrad wie Palma de Mallorca (Spanien). Der südlichste Punkt des Iran liegt auf 25° nördlicher Breite und befindet sich in etwa auf dem gleichen Breitengrad wie Doha (Katar). Irans westlichster Punkt liegt auf 44° 02' östlicher Länge und damit in etwa auf einem Längengrad wie Bagdad (Irak). Der östlichste Punkt des Iran liegt auf 63° 20' östlicher Länge und damit ungefähr auf einem Längengrad wie Herat (Afghanistan).
Der heutige Iran hieß in der Antike und bis etwa 1935 Persien. Er ist ein ausgesprochenes Gebirgsland, was das Klima - von den Wüsten abgesehen - auch für Europäer recht erträglich macht. Geologisch wird das Land durch mehrere fast parallele, nach Südosten streichende Gebirgsketten gegliedert, die im Zagros- und Kuhrud-Gebirge mehrmals über 4.000 m erreichen. Östlich dieser von fruchtbaren Tälern und Hochebenen durchzogenen Gebirge liegen die großen Wüsten Dasht-e-Kavir und Dasht-e-Lut, nahe der Landesmitte auch ausgedehnte Salzpfannen. Aufgrund der geologischen Gegebenheiten und der vermutlich noch anhaltenden Gebirgsbildung treten im Iran häufig Erdbeben auf. Die Situation ist vergleichbar mit der Bebenhäufigkeit in der Türkei und an der US-Westküste, wo die sich langsam verschiebenden Erdplatten ebenfalls merklichen Druck in der oberen Erdkruste bewirken.
Der höchste Berg Irans ist der 5.671 m hohe Damavand (Demawend, Dēmāwend) im Elburs-Gebirge auf 35,9° nördlicher Breite - ein erloschener, gletscherbedeckter Vulkan nordöstlich der Hauptstadt Teheran. Zu dem nur 60 km entfernten Kaspischen Meer hat er fast 6.000 m Höhenunterschied, ein Anstieg, der nicht einmal in den chilenischen Anden zu finden ist. Man sieht den Demawand bereits von den gebirgigen Vororten Teherans.
Im Norden grenzt der Iran auf einer Länge von 657 km an das Kaspische Meer, den größten See der Erde. Im Süden und Südwesten hat das Land eine ca. 2.000 km lange Küste zum Golf von Oman und zum Persischen Golf, die voneinander durch die Straße von Hormuz getrennt sind. An dieser für die Erdölrouten wichtigen Meeresenge bei Bandar Abbas und der Insel Quesm - auf der das namensgebende Hormoz liegt - beträgt die Entfernung nach Arabien (Oman und Vereinigte Arabische Emirate) kaum 50 Kilometer.
 



Iran Flagge


Iran Wappen


Iran Landkarte


    ausdrucken    per Email versenden    bearbeiten 05.12.2007
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