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Sicherheit und Medizinische Versorgung

Grundsätzliche Einschätzung

Die politische Lage ist stabil.
Die australischen Behörden schliessen terroristische Anschläge in Australien nicht aus. Die Sicherheitsmassnahmen sind verschärft worden. Es wird empfohlen, wachsam zu sein und die Anweisungen der Behörden zu befolgen.

Besondere rechtliche Bestimmungen
Die Rechtsprechung kann sich in den einzelnen Bundesstaaten stark unterscheiden. Dies gilt auch für den Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit. Informieren Sie sich an Ihren jeweiligen Aufenthaltsorten bei Bekannten, Geschäftspartnern oder im Hotel über die lokalen Gesetze. Allgemein werden Gesetzesverstösse (auch im Strassenverkehr) wesentlich strenger geahndet als in Deutschland und der Schweiz. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden im ganzen Land schon bei geringen Mengen und bei jeder Art von Drogen hart bestraft.

Naturbedingte Risiken
Kleinere Erdbeben sind möglich. Das Wetter ist je nach Region und Jahreszeit unterschiedlich. Bei anhaltender Trockenheit kommt es immer wieder zu Buschbränden. Starke Regenfälle können verheerende Überschwemmungen verursachen. Von November bis April muss in den Küstengebieten von Queensland, Northern Territory und Western Australia mit tropischen Wirbelstürmen (Zyklonen) gerechnet werden. Beachten Sie unbedingt die Wettervorhersagen sowie die Warnungen und Instruktionen der Behörden.
Sollte sich während Ihres Aufenthalts eine Naturkatastrophe ereignen, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden. Sind die Verbindungen ins Ausland unterbrochen, kontaktieren Sie das Ihr Generalkonsulat.

Gesundheit

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat).

 

Vorsichtsmaßnahmen empfohlen

Impfschein erforderlich

Gelbfieber

Nein

1

Cholera

Nein

Nein

Typhus & Polio

Nein

-

Malaria

Nein

-

Essen & Trinken

2

-

Impfvorschriften können sich kurzfristig ändern. Bitte holen Sie im Zweifelsfall rechtzeitig ärztlichen Rat ein.

1]
Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von Reisenden verlangt, die über ein Jahr alt sind und innerhalb von sechs Tagen nachdem sie sich über Nacht oder länger in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiet aufgehalten haben, einreisen wollen. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben.

2]
Die hygienischen Standards sind sehr hoch, jedoch sollte Vorsicht angewandt werden bei Outback-Gebieten, da bestimmte Insekten- und Pflanzenarten hochgiftig sind, wenn sie nicht durchgekocht sind. 

Vorsichtsmassnahmen

Landesweit besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Von Dezember bis Juni treten vermehrt Regenfälle auf, nach denen die Zahl der Überträgermücken in vielen Gebieten zunimmt. Aus diesem Grund treten von Mücken übertragene Krankheiten wie Dengue-Fieber (erhöhtes Risiko auf den Torres-Inseln, im Norden Nord-Queensland und Cairns), Japanische Enzephalities (nur auf den Torres-Inseln), Ross-River Virusinfektion (erhöhtes Risiko entlang des Murray Rivers in New South Wales, Western Australia und Tasmania) und andere Viruserkrankungen besonders während und nach den Regenperioden auf. Guter Mückenschutz ist daher unentbehrlich.

Die UV-Strahlung ist sehr hoch und kann zu Hautschäden führen. Sonnenschutz durch hautbedeckende Kleidung und Sonnenschutzmittel (LSF > 20) ist daher unbedingt erforderlich.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Gesundheitsvorsorge
Bei der Ein- und Ausreise gibt es strenge Gesundheitskontrollen; Medikamente, die aus Deutschland mitgebracht werden, müssen bei der Ankunft deklariert werden. Bei Zuwiderhandlungen drohen hohe Geldstrafen. Wer ohne die ggf. erforderlichen Impfbescheinigungen einreist, kann unter Quarantäne gestellt werden. Die Kosten hierfür müssen von der Fluggesellschaft gedeckt werden. Die Gesundheitsversorgung ist ausgezeichnet. Jedoch muss, unter Umständen auch in Notfällen, mit Wartezeiten für Behandlungen gerechnet werden. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und einer Reiserückholversicherung wird empfohlen.

HIV-Test
Für Daueraufenthalte ist ein negativer HIV-Test in englischer Sprache erforderlich. 

Aerzte und Karnkenhäuser

Versorgung

außerhalb des Outbacks Arztdichte ähnlich wie in Deutschland

Royal Flying Doctors

Ärztliches Versorgungssystem (mit Flugzeugen) im Outback

Medicare

staatliches Gesundheitssystem, für deutsche Staatsbürger kostenpflichtig

Adressen

findet man in den Yellow Pages (Gelbe Seiten)
Tourbegleiter organisieren ggf. Arztbesuche. Hilfreich ist auch das Personal im Hotel bzw. auf dem Campingplatz

Krankenhäuser

befinden sich in allen größeren Städten

wichtiger Hinweis !

Ärzte und Krankenhäuser verlangen im allgemeinen Vorauszahlungen in bar. Kreditkarten und Reiseschecks werden in der Regel nicht akzeptiert.



    ausdrucken    per Email versenden    bearbeiten 27.12.2007
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