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Die Einwohner Australiens

Aborigines

Die ersten Menschen, die auf den Kontinent einwanderten, waren die Ureinwohner, auch Aborigine (lat. "ab origine" = "von Beginn an") genannt. Die allgemeinen Bezeichnungen "Aboriginal" oder "Aborigine" stammen von den Europäern und werden von den Ureinwohnern nicht benutzt. In Australien trifft man vermehrt auf die Bezeichnung "Indigenous People". Die einzelnen Clans und Stämme geben sich Namen wie "Yolngu" (Norden), "Murri" (Osten), "Koori" (Südosten), "Nanga" (Süden), "Nyungar" (Südwesten), "Wonghi" (Westen) und viele andere. Die Aborigines hatten schon lange bevor der weiße Mann das Land entdeckte, eine eigene Kultur und Sprachen entwickelt. Ihr Leben war hervorragend an die Erfordernisse des Landes angepasst, ihre soziale Ordnung war gut entwickelt und ihre Fähigkeiten und Naturkenntnisse verblüffen noch heute.Vor mehr als 200 Jahren war den Europäern die Existenz dieses Naturvolkes unbekannt und die "Terra Australis", der vermutete Südkontinent, noch nicht entdeckt. Bis zu dieser Zeit konnten die Aborigines ungestört mit der Natur in Einklang leben und eine komplexe Kultur einwickeln. Doch nach der Beanspruchung der "Terra nullius" (Man nahm an, dass es von keinem Volk bewohnt wurde) durch die Europäer bestand für die Aborigines die Gefahr der Ausrottung oder vollständigen Anpassung, die der Weiße Mann vorantrieb. Mit dem Untergang von zahlreichen Stämmen ging auch ein Großteil der Kultur verloren und mit ihr die Identität und der Lebenswille der Aborigines. Obwohl sich heute die Verhältnisse für diese Menschen gebessert haben, ist das Volk der Aborigines eine immer noch benachteilige Minderheit in ihrem eigenen Land.

Die heutige Bevölkerung

In Australien leben gut 20,5 Millionen Menschen. Dabei ist die Bevölkerung Australiens ist ein eklektischer Mix aus unterschiedlichsten Kulturen. Diese Mischung rührt daher, dass über die letzten 200 Jahre Einwanderer aus England, Irland, West- und Osteuropa sowie aus verschiedenen asiatischen Staaten - China, Vietnam, Indien u.a.  nach Australien kamen.
Deswegen haben die Metropolen einen netten multikulturellen Touch.
Allerdings stellen die Ureinwohner heute nur noch ein geringer Teil dieses Bevölkerungsmixes, mit weniger als 2,5%. Sie sind aus dem Stadtbild weitgehend verdrängt.
Auch die durchschnittliche Lebenserwartung der Ureinwohner hinkt der anderer Australier auffallend hinterher. Während die durchschnittliche Lebenserwartung für Frauen ca.83 Jahre beträgt und für Männer ca. 78 Jahre, sind es bei den Ureinwohnern nur etwa 62 Jahre bzw. 57 Jahre.

Die Zusammensetzung der australischen Bevölkerung spiegelt die Einwanderungsmuster des Landes wieder. Rund 92 % der Bevölkerung sind europäischer, 7 % asiatischer Abstammung. 2,4 % der Bevölkerung bezeichnen sich als zumindest teilweise indigener Abstammung. Rund 15 % der Weißen sind nicht britischer oder irischer Abstammung. Insbesondere Einwanderer aus Ex-Jugoslawien, vor allem Kroaten (105.747), Mazedonier (81.898) und Serben (97,315), aber auch aus Griechenland (357.703), Italien (800.256) und Polen (150.900) bilden eigene Minderheiten in Australien [1]. Über 1,3 Millionen Australier haben mindestens einen deutschen Vorfahren. Englisch bzw. Australisches Englisch ist mit etwa 79 % der Bevölkerung die am meisten gesprochene Sprache, jeweils rund 2 % sprechen chinesische Dialekte oder italienisch.

Religion

Die Mehrheit der Australier gehört christlichen Religionsgemeinschaften an (Quelle: Volkszählung 2001). 26,6 % bezeichneten sich als römisch-katholisch (siehe Katholische Kirche in Australien), 20,7 % als Anglikaner (siehe Anglican Church of Australia), weitere 20,7 % als Mitglieder anderer christlicher Kirchen. Zum Buddhismus bekennen sich 1,9 % der Bevölkerung, zum Islam 1,5 %, zu traditionellen australischen Aborigines-Religionen 0,3 %. 15,3 % bezeichnen sich als areligiös. Von 12,7 % wurde die entsprechende Frage in der Volkszählung nicht beantwortet.

 



Urbevölkerung


Die Einwohner Australiens


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Die Einwohner Australiens


    ausdrucken    per Email versenden    bearbeiten 03.01.2008
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