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Reisen, Gesundheit und Sicherheit in Japan

Grundsätzliche Einschätzung
Die politische Lage ist stabil.

Kriminalität
Die Kriminalitätsrate ist gering. Beachten Sie dennoch die üblichen Vorsichtsmassnahmen gegen Taschen- und Entreissdiebstähle, die zugenommen haben.

Verkehr und Infrastruktur
Der Sprache unkundige Ausländer benutzen für Überlandreisen mit Vorteil die öffentlichen Verkehrsmittel, da die Strassen ausserhalb der grossen Ballungszentren fast ausschliesslich in japanischer Sprache ausgeschildert sind.

Besondere rechtliche Bestimmungen
Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringsten Mengen und bei jeder Art von Drogen mit mehrjährigen Gefängnisstrafen geahndet. Die Haftbedingungen sind hart: strenge Disziplin, kulturelle Isolation, stark reglementierter Kontakt zur Aussenwelt (auch Briefverkehr). Für gewisse Delikte kann die Todesstrafe verhängt werden, z.B. Mord, Brandstiftung, Raub oder Vergewaltigung mit Todesfolge.

Kulturelle Besonderheiten
Das tägliche Leben ist von traditionellen Umgangsformen geprägt. Machen Sie sich vor Reiseantritt mit diesen vertraut und passen Sie Ihr Verhalten den Gepflogenheiten des Landes an.

Naturbedingte Risiken
Mit Erdbeben und Vulkanausbrüchen muss jederzeit gerechnet werden. Im August und September können auch Taifune auftreten. Erdbeben und Vulkanausbrüche können neben Verwüstungen auf dem Land auch Flutwellen verursachen. 
 
Gesundheit
In Japan sind nicht alle europäischen Medikamente erhältlich.
Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden.

 

Vorsichtsmaßnahmen empfohlen

Impfschein erforderlich

Gelbfieber

Nein

Nein

Cholera

Nein

Nein

Typhus & Polio

1

-

Malaria

Nein

-

Essen & Trinken

Nein

-

Impfvorschriften können sich kurzfristig ändern. Bitte holen Sie im Zweifelsfall rechtzeitig ärztlichen Rat ein.

Eine Impfung gegen Poliomyelitis wird empfohlen.

Vorsichtsmaßnahmen
Landesweit besteht das von April bis Oktober das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Fleckfieber tritt im Buschland der Flusstäler im Süden auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Erhöhtes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht von Juni bis September vor allem in den ländlichen Gebieten im Süden. Eine Impfung sollte in Betracht gezogen werden.

Gesundheitsvorsorge
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa zu vergleichen und technisch, apparativ und hygienisch unproblematisch. Obwohl in den großen Städten englisch- und deutschsprachige Ärzte zur Verfügung stehen, kann die Kommunikation mit anderen Ärzten ausgesprochen schwierig sein. Die International Association for Medical Assistance to Travellers und das Rote Kreuz vermitteln englischsprachige Ärzte. In allen Großstädten gibt es Krankenhäuser. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und einer Rückholversicherung wird empfohlen, da die Kosten für medizinische Behandlungen sehr hoch sind.

Vogelgrippe
In einem Merkblatt veröffentlicht das Auswärtige Amt folgende Hinweise zur Vogelgrippe:
Reisen in betroffene Länder werden zum gegenwärtigen Zeitpunkt als unbedenklich angesehen.
Der Kontakt mit lebendem oder totem Geflügel sollte jedoch vermieden werden.
Kein Besuch von Vogel- oder Geflügelmärkten.
Das Mitbringen von Vogelprodukten (einschließlich Federn) aus betroffenen Ländern in die EU ist verboten.
Der Verzehr von Geflügelfleisch oder Eiern ist nach derzeitigem Wissensstand unbedenklich, wenn diese gut gekocht sind.
Verzicht auf Halten von Ziervögeln bei Aufenthalt in den betroffenen Regionen.
Ein gegen Vogelgrippe wirksamer Impfstoff steht gegenwärtig nicht zur Verfügung. 

Ein deutscher Arzt in Tokyo ist Dr. Peter Seez, Mori Building 32, 3-4-30 Shiba Koen, Minato-ku, Tel: 03/3436-3028  

Notruf für Krankenwagen: 119
Japan Helpline (engl.): 0120/461-997 



    ausdrucken    per Email versenden    bearbeiten 19.02.2008
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