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Die Geschichte Japans
Die Geschichte Japans reicht mehrere tausend Jahre zurück, von der frühzeitlichen Jōmon-Zeit der Jäger und Sammler, über das japanische Mittelalter bis hin zur Gegenwart.
Erst mit der Einführung des Buddhismus im Jahre 594 n.Chr. und der Übernahme der chinesischen Schriftzeichen wurde die historische Entwicklung schriftlich festgehalten.
Die ersten Europäer, die japanisches Festland betraten, waren die Portugiesen, die 1543 auf Kyushu landeten und die ersten Feuerwaffen ins Land brachten. Seither diente der Hafen von Nagasaki als Tor nach Europa und förderte die Handelsbeziehungen u.a. mit Portugal, Spanien und England. Mit dem europäischen Einfluss begann auch die christliche Missionarisierung. Mit den Samurai Oda Nobunaga, Toyotomi Hideyoshi und Tokugawa Ieyasu entstand nach langer Zeit wieder eine zentrale Macht im Lande. Letzterer erklärte sich zum Shogun und verlegte den Sitz der Hauptstadt von Kyoto nach Edo, dem heutigen Tokyo.
Allerdings führte die vom ersten Tokugawa-Shogun eingeleitete Christenverfolgung zu einem Ende der Handelsbeziehungen mit Spanien und Portugal im Jahre 1624. Für die folgenden fast 250 Jahre isolierte sich Japan vom Rest der Welt: Ausländern wurde die Einreise verboten, Japaner durften nicht ins Ausland reisen. Einige Holländer, die auf der künstlichen Insel Deshima seßhaft waren, blieben die einzige Verbindung zwischen Japan und Europa. Mit großem Interesse wurden daher Berichte von politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen, sowie Fortschritte in Medizin, Technik und Wissenschaft verfolgt. Die Zeit der Isolation brachte einerseits neue große Städte und kulturelle Errungenschaften, andererseits tobten aber Bauernaufstände und das Land wurde von vielen Katastrophen heimgesucht. Während des Shogunats herrschte eine Ständegesellschaft, den obersten Stand stellten die Samurai, im Anschluss die Bauern und Handwerker und zuletzt die Kaufleute.
Das Jahr 1853 markierte einen Wendepunkt in der japanischen Geschichte, als amerikanische Kriegsschiffe (genannt „Die Schwarzen Schiffe“) unter Commodore Perry in die Bucht von Tokyo einfuhren, um die Öffnung der Häfen und die Wiederaufnahme des Handels mit dem Westen zu erzwingen. Seit dem Ende der Abschottung wurden u.a. Handelsabkommen mit England, Russland und auch Preußen geschlossen, die Häfen wurden auch für den Handel mit Amerika freigegeben.
Mit der Meiji-Restauration im Jahre 1868 wurde die Regierungsmacht des Tennō wiederhergestellt und dem Feudalstaat ein Ende gesetzt. Es folgte eine Zeit der Modernisierung und Industrialisierung des Staates. Mit der Meiji-Verfasssung von 1889 wurde Japan eine konstitutionelle Monarchie, das Ständesystem wurde abgeschafft.
Mit der Verwestlichung des Landes begann auch das Zeitalter der Kolonialpolitik und der aggressiven Expansionskriege (China 1894/95, Russland 1904/05). Taiwan und Korea wurden japanische Kolonien. Da Japan im Ersten Weltkrieg auf Seite der Alliierten kämpfte, erhielt es durch den Versailler Vertrag u.a. deutsche Kolonien, darunter Tsingtao.
1923 forderte das große Kanto-Erdbeben 150.000 Tote und zerstörte weite Teile Tokyos und Yokohamas.
Mit Beginn der Showa-Zeit (1926-1989) radikalisierte sich die Außenpolitik Japans. Zunehmende Militarisierung und Aggressionspolitik mündeten in die Besetzung der Mandschurei und weiterer Expansionen in Südostasien unter dem Motto „Asien den Asiaten“. 1933 trat Japan aus dem Völkerbund aus, vier Jahre später begann die kaiserliche Armee den Krieg gegen China. 1940 wurde der Dreimächtepakt mit den Regierungen in Berlin und Rom geschlossen, ein Jahr später der Nichtangriffspakt mit der Sowjetunion. Mit dem Angriff auf Pearl Harbor im Dezember 1941 trat Japan in den Zweiten Weltkrieg ein und es begann der drei Jahre und neun Monate dauernde Krieg im Pazifik, der letztlich mit den Atombombenabwürfen in Hiroshima und Nagasaki im August 1945 und der danach folgenden bedingungslosen Kapitulation Japans sein Ende fand.
Nach Kriegsende wurde Japan von den USA besetzt, gewann jedoch 1952 seine Souveränität zurück. In den folgenden Jahrzehnten erlebte die japanische Wirtschaft einen Aufschwung, Japan entwickelte sich zu einer hochmodernen Industriegesellschaft, die jedoch Anfang der 1990er Jahre mit dem Ende der sogenannten Bubble Economy und dem sich daran anschließenden Börsencrash eine Krise erfuhr. Mit Besteigen des Throns durch Tennō Akihito im Januar 1989 begann die Heisei-Zeit.
Das Jahr 1995 war überschattet von dem großen Hanshin-Erdbeben in Kobe und Osaka und den Giftgasanschlägen der Aum-Sekte.
Mit der gemeinsam mit Südkorea ausgetragenen Fußball-WM 2002 und der Expo 2005 in Aichi präsentierte sich Japan einem internationalen Publikum als weltoffene und zukunftsorientierte Gesellschaft.
Detailierte Geschichte: http://en.wikipedia.org/wiki/History_of_Japan
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