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Grundsätzliche Einschätzung
Am 19. September 2006 übernahm das Militär die Macht und verhängte landesweit das Kriegsrecht. Dies bedeutet, dass zum Beispiel die Medienfreiheit eingeschränkt ist und politische Versammlungen verboten sind. Das Kriegsrecht ist seither in gut der Hälfte der Provinzen und in Bangkok aufgehoben worden, gilt aber immer noch im Norden, Süden und in den Grenzprovinzen.
Am 31. Dezember 2006 explodierten in Bangkok mehrere Bomben und forderten einige Todesopfer und Verletzte. Die Hintergründe sind unklar. Die thailändische Regierung hat die Sicherheitsmassnahmen vor allem in den Touristenzentren und in Bangkok erhöht. Dennoch können weitere Attentate im ganzen Land nicht ausgeschlossen werden. In der Rubrik Reisen und Terrorismus wird auf die diesbezüglichen Risiken aufmerksam gemacht.
Lassen Sie Vorsicht walten, besonders in den bekannten touristischen Vergnügungsstätten (wie z.B. in Bangkok, Pattaya und Phuket), auf Märkten und bei Sehenswürdigkeiten. Befolgen Sie die Ratschläge und Anweisungen der lokalen Reiseveranstalter und Behörden und meiden Sie öffentliche Kundgebungen und grosse Menschenansammlungen.
Kriminalität
Vor allem in den Städten sind Entreissdiebstähle durch Motorradfahrer, Taschendiebstähle, Betrügereien beim Kauf von Edelsteinen sowie Delikte, die auf schnelle Bekanntschaften in Bars zurückzuführen sind, relativ häufig. Beachten Sie unter anderem folgende Vorsichtsmassnahmen:
- Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck usw.) und nur wenig Geld auf sich. Misstrauen Sie Kundenfängern, die auf offener Strasse Touristen ansprechen und Edelsteine oder andere Waren anbieten oder Geschäfte mit besonders günstigen Angeboten resp. Rabatten empfehlen. Thais sind von Natur aus eher reserviert und sprechen Fremde in der Regel nicht ohne weiteres an.
- Es kommt vor, dass Visumagenturen und Reisebüros anbieten, die Verlängerung des thailändischen Visums für ihre Kunden zu erledigen und dabei illegale Praktiken anwenden. Hohe Haftstrafen sind die Folge für den Passinhaber. Beantragen Sie deshalb bei Bedarf die Verlängerung des Visums persönlich bei einem der offizellen "Immigration Offices" im Land.
- Benutzen Sie nur lizenzierte Taxis (Hoteltaxis oder sog. "Taxi Meter"). Fahrgäste von inoffiziellen Taxis sind wiederholt bedroht und erpresst worden, besonders am Bangkoker Flughafen.
- Setzen Sie Ihre Kreditkarte mit Vorsicht ein, denn Missbrauch ist verbreitet.
- Nehmen Sie in Bars von Unbekannten keine Getränke oder Esswaren an, und lassen Sie Ihre Drinks nicht unbeaufsichtig stehen. Es kommt vor, dass diese mit Betäubungsmitteln versetzt werden, um das Opfer zu berauben.
- Unternehmen Sie Trekking-Touren in den nördlichen Landesteilen ausschliesslich in Begleitung eines anerkannten, ortskundigen Führers.
- Speziell für Frauen: Freizügige Kleidung und direkter Blickkontakt könnte thailändische Männer auf falsche Gedanken bringen. Kleiden Sie sich am besten so, dass Schultern, Oberarme und Knie bedeckt sind, und tragen Sie einen BH. Meiden Sie vor allem Gruppen von betrunkenen oder besonders ausgelassenen Männern. Wer sich selbst zurückhaltend benimmt und zweifelhafte Einladungen ablehnt, wird problemlos allein reisen können. Noch entspannter wird die Reise, wenn Sie sich mit einer Freundin zusammentun.
Spezifische regionale Risiken
In den südlichen Provinzen Pattani, Yala, Narathiwat und Songkhla werden seit einigen Jahren und mit zunehmender Intensität Anschläge durch radikale muslimische Gruppierungen verübt. Die Anschläge richten sich vor allem gegen öffentliche Einrichtungen (Polizei, Eisenbahn, Schulen etc.). Aber auch unbeteiligte Zivilisten werden Opfer von Gewalttaten, und es ist zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Aufständischen und Sicherheitskräften gekommen. Von Reisen in die Provinzen Pattani, Yala, Narathiwat und Songkhla wird abgeraten.
In der Provinz Satun ist erhöhte Vorsicht geboten. Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien und bei den lokalen Behörden über die aktuelle Situation.
In allen Grenzzonen sind noch einzelne Minenfelder vorhanden. Halten Sie sich an die häufig benutzten Strassen und informieren Sie sich im Zweifelsfall bei den lokalen Behörden und/oder der Bevölkerung.
Meiden Sie das Grenzgebiet zu Myanmar, da dort bewaffnete Konflikte zusätzliche Gefahren darstellen.
Besondere rechtliche Bestimmungen
Glücksspiele um Geld sind verboten. Das thailändische Königshaus geniesst uneingeschränkten Respekt; unbedachte Äusserungen oder Handlungen (z.B. das Zerknüllen einer Banknote mit dem Portrait des Königs) können mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft werden.
Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei kleinsten Mengen und bei jeder Art von Drogen mit langjährigem Freiheitsentzug (bis lebenslänglich), in besonders gravierenden Fällen gar mit der Todesstrafe, geahndet. Die Haftbedingungen sind hart.
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