|
Regionen
Regionen der Türkei: 1. Marmararegion, 2. Zentralanatolien, 3. Ägäisregion,
4. Mittelmeerregion, 5. Schwarzmeerregion, 6. Südostanatolien, 7. Ostanatolien
Die Türkei ist ein Gigant: Sich über zwei Kontinente erstreckend grenzt die Türkei an unterschiedliche kulturelle und politische Systeme. Gemeinsame Grenzen mit Griechenland und Europa zeigen den modernen westlichen Teil, doch die Türkei grenzt auch an die Krisenregionen im nahen Osten wie Syrien und dem Irak. Außerdem an die ehemaligen GUS-Staaten wie Aserbadjanin Asien. Doch die Türkei selbst ist ein riesiger Staat welcher in sieben Regionen unterteilt wird. Die sieben Regionen der Türkei sind die Schwarzmeerregion, Thrakien Zentralanatolien, Marmararegion, Ege, Mittelmeerregion, Ost- und Südostanatolien. Jede dieser großen Regionen unterscheiden sich beim Klima und auch der Flora und Fauna und natürlich den Lebensgewohnheiten.
Thrakien liegt westlich vom Bosporus und ist der europäischste Teil. Hier steht vor allem Ackerbau im Mittelpunkt des Wirtschaftslebens. Das Marmarameer nach dem die gleichnamige Region benannt ist, trennt Europa von Asien und das Schwarze Meer vom Ägäischen Meer. Hier liegt auch die größte und bekannteste türkische Metropole Istanbul, welche auch zwei Kontinenten, nämlich Europa und Asien lokalisiert wird. Die Schwarzmeerregion umfasst die nördliche Küste der Türkei. Tee, Tabak und Haselnüsse werden hier angebaut. Die Region Anatolien umfasst die inneranatolischen Hochebenen. Bekannt sind hiervor allem der Salzsee Tuz Gölü und die Gebirgsketten, welche bis zu 3.900 m hochragen. Im Osten liegt Kappadokien.
Die Stadt ist ihrer Tuffstein getriebenen Felsenkirchenbekannt geworden. Inneranatolien wird hauptsächlich von einer Steppenlandschaft geprägt und gehört zu den trockensten Gebieten der Türkei. Rund um Tuz Gölü wirkt die Landschaft hier fast wüstenähnlich. Deshalb ist die Landwirtschaft in Anatolien nicht so stark ausgeprägt wie in den anderen Regionen der Türkei Weizen, Gerste und Obst werden in Anatolien angebaut. Die heiße und trockene Sommer mit kalten Abenden prägen das Klima in Zentralanatolien. Im Winter wird es mit Temperaturen von -15 bis -20 rad Celsius bitter kalt.
Marmararegion
Die Türkei ist in sieben geographische Gebiete aufgeteilt. Eines dieser Gebiete ist die Marmararegion. Sie liegt östlich vom Bosporus, zählt zu Anatolien und wurde im Jahr 1941 in Ankara gegründet. Das Marmara Gebiet ist der kleinste, aber meist besiedelte Teil des Landes. In den meisten Reiseführern wird die Region, die nach dem angrenzenden Binnenmeer ( Marmarameer) benannt wurde, auch als die Marmara (türkische Aussprache) oder als das Marmara Gebiet vorgestellt. Das Marmarameer ist durch Meerengen mit dem Schwarzen und Ägäischen Meer verbunden. Es hat vor allem eine große geographische Bedeutung, da es Europa von Asien trennt.
Das Marmara Gebiet wird noch einmal in 4 Regionen aufgeteilt: Der Bereich Y?ld?zgebirge, der Bereich Ergene, der Bereich Südmarara und der Bereich Çatalca-Kocaeli. Die Marmararegion hat Landschaftlich sehr viel zu bieten. Im Sommer sind die flachen Berge mit Büschen und Wäldern bedeckt. Es ist somit ideal für Wanderer. Durch die gute Lage, unmittelbar am Meer, beträgt die durchschnittliche Temperatur nur ca. 14 °C. Es fällt wenig Regen, allerdings sinken die Temperaturen im Winter bis zu -25 °C. Die Hauptstadt der Türkei, Istanbul liegt am Ostrand der Region, dort geht die fruchtbare Ebene allmählich in Steppe über. Hier dominiert der westliche Lebensstandard und die Industrie, wer aber etwas erleben möchte ist in einer Millionenstadt wie Istanbul richtig.
In Gebiet der Marmararegion gibt es noch viele andere Städte, wie Bursa. Sie war die einstige Hauptstadt des Osmanen-Reiches. Hier gibt es viele heilende Quellen, von denen die meisten sind Schwefelhaltig sind. An der Marmararegion ist besonders das vielfältige Angebot sehr reizbar. Man kann von der Großstadt Istanbul über die Berge bis ans Meer fahren. Diese Region hat alles was das Herz begehrt. Hier kann man die Türkei in allen Zügen genießen.
| Klimadaten der Marmara Region |
Zahlen |
| Durchschnittliche Temperatur |
13,5°C |
| Höchsttemperatur |
44,6°C |
| Tiefsttemperatur |
-27,8°C |
| Durchschnittliche Feuchtigkeit |
71,2mg |
| Durchschnittlicher Niederschlag |
654,3mm |
Ägäisregion Ege
Die Türkei ist nicht nur das Land auf 2 Kontinenten, es ist auch von 4 Meeren umgeben. Das Ägäische Meer erstreckt sich von Izmir bis nach Fethiye auf einer Gesamtlänge von ca. 450 km. Betrachtet man die Landkarte des Landes, erscheint die Schwarzmeerküste im Norden mindestens dreimal so lang. In Wirklichkeit aber ist die Ägäisküste die längste Küste der Türkei, denn unzählig kleine Inseln und zerklüftete, weit verzweigte Buchten prägen das Bild dieser wunderschönen Region. Türkisblaues Wasser und pinienbewachsene Hänge, unberührte Natur und noch immer individueller Tourismus sowie günstige Nebenkosten sorgen dafür, dass die Ägäisküste als eine der beliebtesten Segelreviere im Mittelmeer gilt.
Die Nähe zu Griechenland hat in der jahrhunderte langen Geschichte viele historische Denkmäler, antike Stätten und Ruinen hinterlassen. So findet man in der Nähe von Ephesus etwa 7 Kilometer im Landesinneren die antike Stadt Ephesus, die zu Beginn des Jahrhunderts ausgegraben wurde und bis heute beeindruckend gut erhalten ist. Weiter südlich nahe Bodrum findet man die Ruinen der antiken Stadt Didem, in Bodrum selbst neben dem Amphitheater auch eines der Sieben Antiken Weltwunder, das Mausoleum von Halikarnassos. An der lyrischen Küste von Dalyan bis Fethiye erzählen zahlreiche guterhaltene Felsengräber Legenden und Mythologien. Die Strände hier sind meist felsig mit Ausnahme des Gebietes rund um Dalaman und Sarigerme.
Die steinigen Strände sorgen für kristallklares Wasser und sehr gute Tauchbedingungen. Die vorgelagerten griechischen Inseln, wie z.B. Rhodos, Kos oder Samos sind nur wenige Kilometer vom türkischen Festland entfernt und bestens für einen Tagesausflug geeignet. Als Perlen der Ägäis gelten zum einen die wunderschöne Hafenstadt Marmaris. Der Jachthafen ist der grösste im gesamten Mittelmeer mit einer Kapazität von mehr als 4000 Booten und Jachten. Die Altstadt ist romantisch, von der Burg genießt man einen legendären Sonnenuntergang. Die zweite Perle ist die Provinzstadt Fethiye mit der schönsten Bucht der Ägäis, der Lagune von Ölüdeniz.
| Klimadaten der Ägäisegion |
Zahlen |
| Durchschnittliche Temperatur |
15,4 °C |
| Höchsttemperatur |
48,5 °C |
| Tiefsttemperatur |
−45,6 °C |
| Durchschnittliche Feuchtigkeit |
60,9 mg |
| Durchschnittlicher Niederschlag |
569 mm |
Mittelmeerregion
Türkische Riviera, so wird der Abschnitt der türkischen Mittelmeerküste zwischen Antalya und dem Kap Anamor auch genannt. Mit ein bisschen Glück kann man dort bis Weihnachten noch baden. Im Sommer wird es zuweilen so heiß, bis zu fünfundvierzig Grad Celsius, dass sich selbst die Einheimischen in die benachbarte kühlere Gebirgsregion des Taurus-Gebirges zurückziehen. Bei Touristen ist Türkische Riviera nicht nur wegen der hervorragenden Bademöglichkeiten, sondern auch den vielen interessanten Sehenswürdigkeiten sehr beliebt. In der alten Stadt Antalya, sie wurde bereits vor Christi Geburt gegründet, kann man antike Bauwerke, wie z.B. das Hadrianstor, besichtigen. Eigentlich war dieses Tor als Stadttor gedacht, jedoch hat es durch zwei Türme an beiden Seiten mehr das Aussehen eines römisches Triumphbogens.
Aber nicht nur die Vergangenheit spielt in Antalya eine bedeutsame Rolle. Auch die heutige Zeit prägt das Bild der Stadt und natürlich auch die heute dort lebenden Menschen. Einer von ihnen ist übrigens Burak Yilmaz, ein Fußballspieler, der bei der Weltmeisterschaft 2006 in der türkischen Nationalmannschaft spielte. Natürlich umfasst die Mittelmeerregion Türkei ein größeres Gebiet als allein die türkische Riviera. Auf Türkisch wird sie als Akdenizh Bölgesi, zu Deutsch Weißes Meer Gebiet bezeichnet. Eine weitere und bei Touristen sehr beliebte Besonderheit in dieser Region ist Pamukkale. Dieses Dorf bietet landschaftlich etwas so Besonders, dass es von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde: die Kalksinterrasse. Jahrtausendelang haben sehr kalkhaltige warme Quellen das Gestein geformt und ihm die typisch weiße Farbe verließen.
Seit Ende der neunziger Jahre sind die türkischen Umweltbehörden sehr bemüht, der Zerstörung der Kalkterrassen durch ein künstlich angelegtes Bewässerungssystem Einhalt zu gebieten. Nicht zuletzt die zunehmende touristische Nutzung durch die hoteleigenen Thermalanlagen hatte dazu beigetragen. Seit knapp zehn Jahren sind alle oberhalb der Terrassen erbauten Hotels abgerissen worden, und so haben die Terrassen ebenfalls ihr ursprüngliches Aussehen zurück erhalten. Mittelmeerregion Türkei - hinter diesem Stichwort verbirgt sich ein ebenso vielfältiges wie interessantes Reisegebiet.
| Klimadaten der Mittelmeerregion |
Zahlen |
| Durchschnittliche Temperatur |
16,4°C |
| Höchsttemperatur |
45,6°C |
| Tiefsttemperatur |
-33,5°C |
| Durchschnittliche Feuchtigkeit |
63,9mg |
| Durchschnittlicher Niederschlag |
706,0mm |
Ostanatolien
Ostanatolien ist von der Fläche her gesehen das größte Gebiet der Türkei, vergleichbar mit Bayern und Deutschland. Das Land ist relativ weitläufig und geprägt durch die krassen Temperaturunterschiede während eines Jahres. Je nach Jahreszeit findet man in der Region grüne Wiesen, aber auch mal Schnee vor. Nicht zu übersehen sind auch die mächtigen Gebirgsmassive, die die gesamte Region zeichnen; je nach Ort an dem man sich befindet kann es aber durchaus passieren, dass man ein Nomadenzelt oder einsame und verlassene Dörfer zu Gesicht bekommt. Aus politischer Sicht ist die Türkei in 81 Provinzen gegliedert, wobei 14 davon auf Ostanatolien entfallen. Die bedeutendsten davon sind Van, Agri, Diyarbakir und Malatya, in denen sich auch die interessantesten Sehenswürdigkeiten der Region betrachten lassen.
Van ist gleichzeitig die Provinzhauptstadt Ostanatoliens und liegt am größten See der Türkei. Noch heute können Touristen in der Stadt Ruinen, Felsengräber und Moscheen aus dem 9. Jahrhundert vor Christus bestaunen. Auch aufgrund des Sees, kann man in Van neben der kulturellen Weiterbildung im Sommer auch gut baden. Nicht zu vergessen ist auch noch die historische Burg von Van, die direkt am See liegt. Eine weitere sehenswerte Stadt in der Region ist wie bereits erwähnt die Stadt Agri. Es wird gemunkelt, dass sich noch heute Überreste der legendären Arche Noah auf einem Berg im Ararathochland besichtigen lassen, weshalb der Berg auch zum Anziehungspunkt für ausländische Touristen wurde. Auch der Ishak Pasa Palast, das wohl prunkvollste Gebäude der Region, kann hier besichtigt und erkundet werden. In der Reihe der Touristenhochburgen Ostanatoliens darf natürlich auch die Stadt Diyarbakir nicht fehlen, die inoffiziell als vermeintliche Hauptstadt der türkischen Kurden zweifelhaften Ruhm erlangte.
An Sehenswürdigkeiten gibt es hier die historische Stadtmauer, die nach der chinesischen Mauer die größte und am besten erhaltene Befestigungsanlage der Welt darstellt, bewundern. Last but noch least ist auch ein Besuch der Stadt Malatya zu empfehlen, in der sich die einzige in Anatolien zu besichtigende Mosche befindet, die nach altem Konzept als Säulenhalle gebaut wurde. Wie gesagt als Kultur-Bade-Kombination ist Van zu empfehlen, in den anderen Städten liegt das Hauptaugenmerk fast ausschließlich auf Kultur.
| Klimadaten Ostanatoliens |
Zahlen |
| Durchschnittliche Temperatur |
9,7°C |
| Höchsttemperatur |
44,4°C |
| Tiefsttemperatur |
-45,6°C |
| Durchschnittliche Feuchtigkeit |
60,9mg |
| Durchschnittlicher Niederschlag |
569,0mm |
Schwarzmeerregion
Die türkische Schwarzmeerküste ist als Urlaubsregion noch relativ unbekannt. In diesem Gebiet regnet es mehr als im südlichen Teil der Türkei. Man findet dadurch auch mehr grüne und blühende Gegenden. Trotz allem gibt es aber auch hier Sandstrände für die Sonnenanbeter. Die Schwarzmeerküste ist weitgehend vom Massentourismus verschont, wodurch die abenteuerliebenden Urlauber die pure Natur in vollen Zügen geniessen können. Es gibt einige Orte, die interessante Sehenswürdigkeiten bereithalten. Dazu gehört unter anderem auch Giresum, das östlich von Trabzon liegt. Für Kulturbegeisterte bietet sich ein Ausflug auf die Burgfestung von Giresun, oder ein Museumsbesuch an. Trabzon ist eine der größten Städte an der östlichen Schwarzmeerküste.
Neben einer wunderschönen, grünen Berglandschaft hat Trabzon die verschiedensten historischen Bauten im Angebot. Hierzu zählen zum Beispiel die byzantinische Sophienkirche oder das Kloster Macka Sümela, das hoch oben in eine Felswand gebaut wurde. An der nördlichen Spitze des Landes liegt Sinop, das aber nicht nur durch seine historische Vergangenheit beeindruckt, sondern auch den angeblich schönsten Hafen an der Schwarzmeerküste hat. Neben einem romantischen Fischerhafen, bunten Märkten und einer guterhaltenen, alten Stadtmauer kann Sinop mit kilometerlangen Sandstränden und sattgrünen Laubwäldern aufwarten. Für Naturliebhaber sind Orte in der Schwarzmeerregion ein wahres Paradies. Vom Boztepe-Hügel in Trabzon und dem Boztepe-Park aus hat man einen imposanten Ausblick über die gesamte Stadt und die Küste.
Aber auch Wintersportler kommen bei einem Urlaub in der nördlichen Türkei auf ihre Kosten. Knapp 45 min. entfernt von Trabzon landeinwärts, gelangt man durch tiefe Schluchten nach Zigana - ein bekanntes Wintersportzentrum. An der Schwarzmeerküste der Türkei werden sich auf jeden Fall alle Urlauber wohlfühlen, die gerne weitab von großen Touristenzentren die unberührte Natur und die Ruhe geniessen möchten. Auch die kulturell Interessierten finden manches Ausflugsziel, um mehr über die Türkei und ihre vergangenen Zeiten zu erfahren.
| Klimadaten der Schwarzmeerregion |
Zahlen |
| Durchschnittliche Temperatur |
12,3°C |
| Höchsttemperatur |
44,2°C |
| Tiefsttemperatur |
-32,8°C |
| Durchschnittliche Feuchtigkeit |
70,9mg |
| Durchschnittlicher Niederschlag |
828,5mm |
Südostanatolien
Südostanatolien ist das zweitkleinste, der sieben geografischen Gebiete der Türkei. Offiziell heißt es Süd- Anatolien-Gebiet und stellt insgesamt etwa 10 Prozent des türkischen Staatsgebiets dar. Vor allem die mediterrane Natur und das entsprechende Klima macht einen Urlaub in diesem teil der Türkei zu einem wirklich entspannenden Part. Vor allem Ackerbau und Viehzucht herrschen vor und geben dem Landstrich ein besonderes Flair. In der Region Gaziantep, was auch der Name der Bezirkshauptstadt ist, lockt vor allem die Architektur mit einigen Sehenswürdigkeiten. Karawansereien, die alte Burg und die schmalen Gassen versetzen einfach in eine andere Zeit. Karagamis, dort wo der Fluss Euphrat von der Türkei nach Syrien fließt, ist die ehemalige Hauptstadt des hethitischen Reiches und somit ein Mekka für Geologen und Geschichtsforscher.
Viele der genau dort gefundenen Stücke sind heute im Museum in Ankara ausgestellt und liefern einen Blick zurück in die Zeit um 1.200 bis 800 vor Christus. Sanliurfa ist als Stadt gleichsam ein Museum. Die Stadt blickt auf eine Geschichte von mehr als 9.000 Jahren zurück und legt gerne von dieser eindrucksvollen Zeitspanne Zeugnis ab. Prophet Ibrahim (Abraham) und Urahn des islamischen Glaubens, des Judentums und der Christen soll hier geboren sein. Hiob soll dort gelebt haben und Jesus selbst hat die Stadt heilig gesprochen. Für technisch Begeisterte ist sicherlich auch das so genannte Südostanatolien-Projekt mit seinen vielen Staudämmen, Kraftwerken und Bewässerungsanlagen ein wirklich sehr lohnendes Ziel.
Für eine Reise in die Region Südostanatolien gibt es allerdings noch weit mehr Gründe, als die, die hier aufgezählt wurden, denn kaum ein anderes Gebiet vereinigt uralte Geschichte, pures Urlaubsfeeling und einzigartige Natur so miteinander, wie es Südostanatolien tut. Auch die Menschen und Einwohner von Südostanatolien sind sehr freundlich, aufgeschlossen und etwas wie Fremdenfeindlichkeit schlichtweg nichts existent. Hier stimmt also die Mischung für einen ausgewogenen Urlaub, der sowohl erholsam, als auch informativ, unterhaltsam und spannend gestaltet werden kann.
| Klimadaten der Südostanatoliens |
Zahlen |
| Durchschnittliche Temperatur |
16,5°C |
| Höchsttemperatur |
48,8°C |
| Tiefsttemperatur |
-24,3°C |
| Durchschnittliche Feuchtigkeit |
53,4 mg |
| Durchschnittlicher Niederschlag |
584,5 mm |
Zentralanatolien
Ein weiteres geografisches Gebiet, das es in der Türkei zu entdecken gilt ist die Region Zentralanatolien. Hier liegt auch die Hauptstadt der Türkei, Ankara. Ankara ist hier in den zwanziger und dreißiger Jahren, einer Zeit in der das Gebiet nur sehr dünn besiedelt war, entstanden. Beaufsichtigt wurde das ganze damals von Kemal Atatürk, dem auch heute noch mit einem Mausoleum in der Stadt die größte Ehre erwiesen wird. Das Mausoleum stellt gleichzeitig das Wahrzeichen der Landeshauptstadt dar. Atatürk hatte somit großen Anteil daran, dass Ankara die bisherige Hauptstadt Istanbul ablösen konnte. Zu den weiteren sehenswerten Bauwerken der Stadt zählt auch die Arslanhane Camii. Das ist eine Mosche, die schon im 13. Jahrhundert errichtet wurde und eine Holzdecke, die von 24 Holzpfeilern getragen wird über sich vereint.
Eine weitere prägende Stadt der Region Ostanatolien ist Konya. Sie liegt mitten drin in einer sonst eher dünnen, nicht besiedelten und kargen Landschaft; ein bisschen vielleicht vergleichbar mit Las Vegas. Konya ist man mag es kaum glaub, da viele Menschen die Stadt auch nicht kennen, die viertgrößte Stadt in der Türkei. Obwohl die modernen Einflüsse auch hier immer mehr zunehmen, lässt das die Einwohner hier mehr oder weniger kalt, da sie ihren strengen islamischen Glauben behaupten wollen und ihre Heimatstadt weiterhin streng anatolisch erhalten möchten. Zu erkunden gibt es in der Stadt einige historische Bauwerke, wie zum Beispiel die Iplikci Moschee, was gleichzeitig das älteste Gebäude der Stadt ist oder auch die Alaeddins Mosche. Manche der Bauwerke sind bereits im 13. Jahrhundert oder noch früher entstanden.
200 km östlich von Ankara gelegen findet man das kleine Dorf Bogazkale, in dessen Umgebung ca. 1906 Staatsarchive der Hethiter gefunden wurden. Die für viele interessanteste Stadt Zentralanatoliens ist Amasy. Sie war zu früherer Zeit die Hauptstadt des Pontus Königreichs. Hier kann man immer noch die auf einem Berg gelegenen Ruinen einer Zitadelle mit den Überresten eines ottomanischen Palastes bewundern.
| Klimadaten Zentralanatoliens |
Zahlen |
| Durchschnittliche Temperatur |
10,6°C |
| Höchsttemperatur |
41,8°C |
| Tiefsttemperatur |
-36,2°C |
| Durchschnittliche Feuchtigkeit |
62,6mg |
| Durchschnittlicher Niederschlag |
392,0mm |
|
|