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Die Geschichte Zyperns

Die Geschichte Im Zeitraffer

Stand: September 2007

Datum Ereignis  
7000-6000 v. Chr. Khirokitia (Chirokitia)-Kultur (jungsteinzeitliche Siedlungen)  
um 1200 v. Chr. Beginn der Kolonisation Zyperns durch mykenische Griechen  
322-58 v. Chr. Hellenistische Periode  
58 v. Chr. Zypern wird römische Provinz  
395-1184 n. Chr. Zypern als Teil des Byzantinischen Reiches bzw. als christliche Stellung gegen arabisch-islamische Eroberer  
1192-1489 Königreich der Lusignan (Fränkische Herrschaft)  
1489-1571 Zypern unter der Herrschaft Venedigs  
1570 Landung der Osmanen auf Zypern  
1571 Fall Famagustas an die Türken  
1571- Herrschaft der Osmanen  
1878 Abtretung Zyperns an Großbritannien unter Beibehaltung des Hoheitsrechts des Sultans  
1914 Annexion der Insel durch Großbritannien  
1925 Zypern wird Kronkolonie  
30er Jahre Wirtschaftlicher Aufschwung;
Bestrebung nach Vereinigung Zyperns mit Griechenland (Enosis) zur Befreiung von der britischen Herrschaft
 
 
1955 Beginn des EOKA-Kampfes unter General Georgios Grivas für das Ende der britischen Herrschaft und zur Durchsetzung der Enosis  
1959 Abschluss der Verträge von Zürich und London über die Gründung der Republik Zypern  
1960 Ausrufung der Unabhängigkeit  
1963 Beginn blutiger Auseinandersetzungen zwischen Griechen- und Türkenzyprern  
1964 Entsendung der VN-Friedenstruppen nach Zypern  
1972 Assoziierung Zyperns mit der EG (Vertrag vom 19.12.72, in Kraft getreten am 01.06.73)  
1974 Zypernkrise (nach einem von der griechischen Militärjunta unterstützten Putschversuch gegen Präsident Makarios, militärische Intervention der türkischen Armee); faktische Teilung Zyperns.  
1977 "High Level Agreements" bringen keine Lösung des Zypernproblems  
1983 Einseitige Ausrufung einer (nur von Ankara anerkannten) "Türkischen Republik Nordzypern" durch Rauf Denktasch; Verurteilung durch die Vereinten Nationen führt zur politischen und wirtschaftlichen Isolation des Nordens.  
1985 Scheitern des New Yorker Zyperngipfels von Staatspräsident Kyprianou mit Rauf Denktasch  
1987 Unterzeichnung des Abkommens über die Zollunion zwischen Zypern und der EG (Inkrafttreten am 01.01.88)  
1989 Denktasch lehnt Vermittlungspapier von Generalsekretär der Vereinten Nationen (VNGS), Pérez de Cuéllar, ab  
1990 Die Republik Zypern stellt Antrag zur Aufnahme in die EU  
1992, 1994 Vermittlungsinitiativen des VNGS Butros Ghali scheitern ("Butros Ghali-Initiative")  
1996 Spannungen nach gewalttätigen Auseinandersetzungen in der Pufferzone und Abschluss eines Vertrages der Republik Zypern mit Russland (SS 300 Raketen)  
1997 "Proximity Talks" unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen. Nach Europäischem Rat von Luxemburg (12./13.12.1997) Weigerung Denktaschs, Direktgespräche fortzuführen; Bestehen auf staatlicher Anerkennung sowie Suspendierung aller bikommunalen Kontakte auf Zypern.  
 
1998 Aufnahme der EU-Beitrittsverhandlungen (31.03.1998)Vorschlag von Denktasch für eine Konföderation zweier unabhängiger Staaten.
Eine wegen der im Südteil der Insel geplanten Stationierung von SS-300 Raketen drohende Krise kann abgewendet werden.
 
 
 
1999 Vertrauenskrise Türkei - Griechenland/Zypern wegen angeblicher griechischer Unterstützung des PKK-Terrorismus. Wiederannäherung nach Erdbeben in der Türkei. G8 Erklärung zu Zypern (Juni). Beginn neuer "Proximity Talks" (Dezember).  
2000 Fortführung des VN-Gesprächsprozesses. Neuer Vermittlungsvorschlag von VNGS Kofi Annan ("Annan-Plan I"). Ausstieg Rauf Denktaschs aus dem VN-Gesprächsprozess im November.  
2001 Parlamentswahlen in der Republik Zypern im Mai. Spannungen mit gewaltsamen Ausschreitungen gegen britische Militärbasen. Erfolgloser weiterer Vermittlungsversuch zur Zypernfrage durch den Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen für Zypern, Alvaro de Soto.  
2002 Beginn von Direktverhandlungen zwischen Präsident Klerides und Rauf Denktasch im Januar. Der Europäische Rat beschließt in Kopenhagen die Aufnahme der Republik Zypern in die EU. Der Geltungsbereich des EU-Acquis (des gemeinsamen Regel- und Normenwerks der EU) soll bis zu einer Lösung des Zypern-Konfliktes auf den Südteil der Insel beschränkt bleiben.  
2003 Tassos Papadopoulos wird zum neuen Präsidenten der Republik Zypern gewählt. VNGS Kofi Annan legt im Februar eine dritte Fassung des VN-Lösungsvorschlages für das Zypernproblem vor, die von Rauf Denktasch im März abgelehnt wird. Annan erklärt daraufhin die Vermittlungsbemühungen für vorläufig gescheitert.Öffnung der "Grünen Linie" am 23.04. nach Pro-Europa Demonstrationen im Norden. Im Jahresverlauf überqueren mehr als 1,5 Mio. Menschen die Linie. In "Parlamentswahlen" im Norden (14.12.) Pattsituation zwischen Denktasch- und Reformkräften.  
 
2004 Neue Direktverhandlungen im Februar (New York) und März (Bürgenstock, CH) auf Grundlage des 3. Planes von VNGS Annan. In getrennten Referenden am 24.04. scheitert der als Ergebnis dieser Verhandlungen von Annan vorgeschlagene Plan (65% der Türkenzyprer für, aber 75% der Griechenzyprer gegen den Annanplan in seiner fünften Fassung). Allgemeiner Rat der EU beschließt daraufhin am 27.04., Isolierung der Türkenzyprer zu beenden, um Wiedervereinigung zu begünstigen.Am 1. Mai wird die Republik Zypern Vollmitglied der Europäischen Union.Im Europäischen Rat am 17.12. stimmt die Republik Zypern der Aufnahme von Beitrittsverhandlungen der EU mit der Türkei unter der Voraussetzung zu, dass die Türkei ihre Beziehungen zur Republik Zypern "normalisiert".  
 
 
 
2005 Im Norden gewinnt Mehmet Ali Talat am 20.02. die "Parlamentswahlen" und wird in den "Präsidentschaftswahlen" vom 17.04. zum Nachfolger von Rauf Denktasch als "Staatspräsident" und Volksgruppenführer gewählt. Die Türkei unterzeichnet am 29.07.2005 das Zusatzprotokolls zum Ankara-Abkommen und lehnt gleichzeitig durch einseitige Erklärung ab, Zypern vor einer Gesamtlösung der Zypernfrage im VN-Rahmen anzuerkennen. Darüber hinaus macht sie die Umsetzung des Zusatz-Protokolls zum Ankara-Abkommen (insbesondere die Öffnung von türkischen Häfen und Flughäfen für zyprische Schiffe und Flugzeuge im Rahmen des freien Waren- und Dienstleistungsverkehrs) von zyprischen Konzessionen gegenüber der sog. „Türkischen Republik Nordzypern“ abhängig.  
2006 Zypern stimmt am 28.02.2006 der aufgrund der Schlussfolgerungen des Rates vom 27.04.2004 zur wirtschaftlichen Entwicklung der türkisch-zyprischen Bevölkerungsgruppe und zur Erleichterung der Wiedervereinigung Finanzhilfeverordnung erlassenen EU-Finanzhilfeverordnung zu und ermöglicht damit die Durchführung konkreter EU-Projekte zur Förderung der Infrastruktur im Norden durch ein dort zu diesem Zweck eingerichtetes EU-Büro. Die Verabschiedung der Direkthandelsverordnung war bisher wegen grundsätzlicher Bedenken der zyprischen Regierung nicht möglich.  
2007 Nach Verabschiedung des EURO-Einführungsgesetzes durch das zyprische Repräsentantenhaus am 15.03.2007 gibt Brüssel im Mai grünes Licht für die Einführung des EURO in der Republik Zypern zum 01.01.2008

(Quelle Auswärtiges Amt Deutschland)

Für detailiertere Geschichtsinformationen
http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Zyperns



    ausdrucken    per Email versenden    bearbeiten 18.05.2008
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