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Der Handel mit den Philippinen
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Wirtschaftsstruktur
Die philippinische Wirtschaft weist die für viele Entwicklungsländer typische Zweiteilung auf: Moderne Elektronik-Industrie und boomender Dienstleistungssektor auf der einen Seite, Armut und Subsistenzlandwirtschaft, in der immer noch 40 % der Bevölkerung beschäftigt sind, andererseits.
Die Landwirtschaft beschäftigt zwar noch zwei Fünftel aller Arbeitskräfte, ihr Anteil am Sozialprodukt beträgt jedoch nur noch 19 %. Aufgrund des hohen Anteils der Subsistenzlandwirtschaft ist die Produktivität des Agrarsektors niedrig. Die Industrie trägt ca. 31 % zur Entstehung des Sozialprodukts bei. Ein wichtiges Standbein ist dabei die Elektronik-Industrie. Das Assembling im Bereich Halbleiter und elektronische Bauteile macht ca. zwei Drittel der philippinischen Exporte aus. Auf mittlere Sicht ist mit erheblichem Wachstum im Bergbau zu rechnen, die Philippinen verfügen über große Lagerstätten an Gold, Kupfer und Nickel.
Der Dienstleistungssektor trägt 50 % zur Entstehung des Bruttosozialprodukts bei. Einer der stärksten Sektoren ist die Telekommunikation. Manila rühmt sich die „Welthauptstadt des SMS-Versands“ zu sein. Die Philippinen bemühen sich intensiv darum, zu einem IT-Hub in Asien zu werden. Neben der Montage elektronischer Bauteile spielt die Erbringung von IT-gestützten Dienstleistungen (business process outsourcing, call center) eine zunehmende Rolle. Insgesamt dürften gegenwärtig über 120.000 Menschen in diesem Bereich beschäftigt sein, davon rund 105.000 in Call Centers. Mit Wachstumsraten von 25 – 30 % in den nächsten 5 Jahren ist zu rechnen.
Ebenfalls im Aufwind befindet sich der Tourismus. Die Zahl der ins Land kommenden Touristen stieg im Jahr 2006 auf 2,8 Mio. Sollte dieser Trend gehalten werden, könnten 2010 schon 5 Mio Touristen ins Land kommen.
Der direkte Einfluß des Staats auf das Wirtschaftsleben ist begrenzt, staatliche Unternehmen spielen vor allem im Energie- und Transportsektor eine gewisse Rolle. Die Steuerquote (Anteil der Steuern am BIP) war in 2005 mit 14 % im Vergleich zu den Nachbarländern niedrig, wird aber infolge einer Erhöhung der Mehrwertsteuer im Jahr 2006 steigen.
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02.06.2008
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