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Die 7 Regionen in Afghanistan
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Landschaftsgeographisch läßt sich Afghanistan in folgende sieben Regionen einteilen:
- die an den nördlichen Grenzfluss Amu-Darja angrenzenden Ebenen und Hügelländer ("Baktriane"); diese Region zählt dank ihrer Lößböden zu den fruchtbarsten Kulturlandschaften Afghanistans und wird von Flüssen aus dem nördlichen zentralen Hochland (Balkhab, Safed Rud, Samangan, Kunduz) bewässert. Unmittelbar am Amu-Darja, der als einziger afghanischer Fluss ganzjährig schiffbar ist, erstreckt sich ein etwa 50 Kilometer breiter Wüstengürtel aus Sanddünen, den lediglich der Kunduz-Fluss zu durchqueren vermag; die anderen genannten Flüsse versiegen südlich davon in Binnendeltas.
- das westliche Hügelland entlang der iranischen Grenze; es erstreckt sich von Gulran an der turkmenischen Grenze über die Flussoase des Heri Rud mit der Großstadt Herat bis etwa zum Farah Rud, wo es in die Wüstenregion des weiter unten beschriebenen Hilmend-Beckens übergeht. Von den Flussoasen abgesehen herrscht Steppenvegetation vor, die nach Süden zunehmend in Halbwüste übergeht. Unmittelbar an der iranischen Grenze erstrecken sich ausgedehnte vegetationslose Salztonebenen (Namaksar, Dasht-e Naomid).
- der eigentliche Hindukusch; das imposante Hochgebirge im Osten und Nordosten, mit dem Afghanistan üblicherweise pauschal identifiziert wird ("Land am Hindukusch"). Die Hauptkette des Hindukusch beginnt östlich von Bamiyan mit Gipfelhöhen um 5000 m, die nach Osten hin schnell ansteigen; östlich des Anjuman-Passes werden bereits beträchtlich über 6000 m, im Wachan-Korridor schließlich bis zu 7490 m (Noshaq, höchster Berg Afghanistans) erreicht. Die Schneegrenze liegt zwischen 4700 und 5500 m, so dass die Vergletscherung nach Osten hin ebenfalls zunimmt. Die südlichen Nebenketten des Hindukusch (Nuristan) liegen bereits im Einflussbereich des indischen Sommermonsuns, dessen Regenfälle hier hochstämmige Wälder aus Eichen, Kiefern und Zedern ermöglichen, wie sie sonst in Afghanistan kaum zu finden sind.
- das zentrale Hochland; hier entspringt ein Großteil der Flüsse, die die Gebirgsfußlandschaften des Nordens, Westens und Südwestens bewässern, darunter auch der Hilmend, mit etwas über 1000 Kilometern Afghanistans längster Fluss. Obwohl das zentrale Hochland landläufig auch oft zum Hindukusch gezählt wird, unterscheidet sich es sowohl landschaftlich als auch klimatisch deutlich von Letzterem; abgesehen von der Koh-e Baba-Kette südlich von Bamiyan finden sich hier keine Erhebungen über 5000 m, wie überhaupt ausgeprägte Hochgebirgslandschaften selten sind, stattdessen überwiegt welliges Relief in Meereshöhen zwischen 2500 und 4000 m. Die ursprüngliche Vegetation, nämlich offene Baumfluren mit Pistazien- und Wacholderarten, wurde in den vergangenen Jahrzehnten wie auch die Wälder in anderen Teilen des Landes durch überweidung, Dürre und nicht zuletzt auch Kriegseinwirkungen stark dezimiert; inzwischen dominiert auch hier steppen- bis halbwüstenartige Vegetation.
- die innermontanen Beckenlandschaften Ostafghanistans (Kabul, Jalalabad); das auf 1500 bis 1900 m Höhe gelegene obere Kabulbecken mit der afghanischen Hauptstadt und der fruchtbaren Schomali-Ebene ist die am dichtesten besiedelte Region Afghanistans und gehört zu den produktivsten Agrarregionen des Landes. Durch mehrere schluchtartige Durchbrüche erreicht der Kabulfluss weiter östlich das untere Kabulbecken mit der Stadt Jalalabad, der ehemaligen Winterresidenz der afghanischen Könige; im Gegensatz zum kontinental-gemäßigten oberen Becken herrscht hier trockenes Subtropenklima mit sehr milden Wintern (Frost und Schnee sind fast unbekannt), in dem kälteempfindliche Kulturen wie Dattelpalmen und Bananen gedeihen, auch die Fauna leitet mit Rhesusaffen, Papageien und Waranen bereits zum indischen Subkontinent über.
- das südöstliche Hochland zwischen Kabul und Kandahar mit den Becken und Durchbruchstälern zur pakistanischen Grenze hin; steigt von 1100 m bei Kandahar allmählich bis auf 2700 m (nördlich von Ghazni) an, um dann zum oberen Kabulbecken hin abzufallen. Hier entspringen einige Flüsse, deren Täler sich nahe der pakistanischen Grenze zu Beckenlandschaften mit ähnlich subtropischem Klima wie im unteren Kabulbecken ausweiten; als wichtigste wären der Khost Sin und der Kurram zu nennen. Die diese Becken nach Westen hin begrenzenden Gebirgszüge liegen im Einflussbereich des indischen Monsuns und sind daher ähnlich wie das weiter nördlich gelegene Nuristan mehr oder weniger dicht bewaldet.
- das südwestliche Hilmend-Becken; eine flache Wüstenlandschaft mit Höhen zwischen 400 und 1000 m. An der iranischen Grenze liegen eine Reihe flacher Seen (Hamun-e Helmand, Hamun-e Saberi), die hauptsächlich von Hilmend, Farah Rud und Khash Rud gespeist werden. Während längerer Dürreperioden kommt es vor, dass diese Flüsse im Unterlauf versiegen und die Endseen vollständig austrocknen. Der westliche Teil (Dasht-e Margo, die "Todeswüste") des Helmandbeckens (rechts vom Unterlauf des Hilmend) besteht hauptsächlich aus Stein- und Kieswüste, während links des Hilmend (Registan, persisch "Sandland") ausgedehnte Dünenfelder vorherrschen.
(Quelle:inwent.org)
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26.08.2008
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